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SUPSTATION

Wing Ding im Winter

Wing surfen im Schnee und an Land 

 

 

Wing surfen ist der neuste Trend in der Saison 2021 und wir von Paddle-surfer.de sind mal wieder von Anfang an voll mit dabei. Im Juni 2021 hat alles angefangen, mit einem Wingfoil Kurs im Swellines Surfcamp in Dänemark -> Wing Foil Cold Hawaii. Im corona Lockdown Winter 2020/2021 habe ich kurzerhand aus der Not eine Tugend gemacht und statt Skifahren in den Alpen war Wintersport daheim angesagt.

 

WingSkiing - Wingsurfen aus Schnee 

Neuschnee in Ostwürttemberg. Die Loipen sind gespurt und die Felder und Wiesen tief winterlich verschneit. Frau Holle hat ihr bestes gegeben und auf die bereits vorhandene Schneedecke nochmals 20 cm Pulverschnee drauf gepackt. Perfekte Bedinungen um mit Ski und Wing zu surfen. Mit Freeride Tourenski (180 cm lang, 10.2 cm breit) und dem 6 qm Ozone Wasp ging es bei 15-20 kn Wind im Schneesturm raus. Wie zu erwarten war weit und breit niemand anderes unterwegs. "social distancing" bedingt durch das Wetter. Das Wing aufgepumpt, Skistiefel angezogen und los gings. Als erfahrener Skifahrer hat es von Anfang an sehr gut funktioniert. Dank der langen Stahlkannten der Ski ist auch hart am Wind höhe laufen überhaupt kein Problem. Bei genügend Wind kann man sogar Bergauf surfen. Auf hartem, festem Schneeuntergrund geht so richtig die Lutzi ab, mit voller Fahrt gleitet man über den Schnee. Im Vergleich zum Wingfoilen auf dem Wasser steht man jedoch tiefer über der Oberfläche, d.h. man muss vor allem mit großen Wings mit entsprechender Spannweite darauf achten, daß die Enden des Wings nicht den Boden berühren.  Als Richtwert: bei 180 cm Körpergröße sind 6 qm das Maximum. Und falls doch mal das Tip des Wing den Boden berührt  macht dies den hochwertigen Wings wie z.B. dem Ozone Wasp nichts aus, denn allen kritischen stellen sind massiv verstärkt. Wie ich von Freunden weiß, funktioniert das Wingsurfen im Schnee auch sehr gut mit Snowboards. Mit einem Snowboard ist es etwas kippeliger als mit Ski und das Starten und Höhe laufen ist schwieriger. Kurven gehen dafür einfacher. Einsteigern ins Wing surfen im Schnee empfiehlt sich zuerst im flachen Gelände zu beginnen.

 

Mein Resümee: WingSkiing macht sehr viel Spaß und ist für Leute die bereits Ski oder Snowboard fahren eine Erweiterung der Wing Saison ohne Mehrkosten für weiteres Equipment. Zudem ist es sehr einfach zu erlernen. Nachteil: man benötigt dafür jedoch ausreichend Schnee (> 20 cm) und mindestens 15 kn Wind.

 

 

 

WingMountainboarding - Wingsurfen an Land

Der Schnee schmilzt, aber der See ist noch zu gefroren bzw. zum Wingsurfen ist es noch zu kalt. Macht nichts, dann kommt das Mountainboard mit dem Wing zum Einsatz. Mountainboard, das sind große und robuste Geländeskateboards mit breiten, grobstolligen Luftreifen. Günstige Modelle für Einsteiger und Leichtgewichte gibt es ab EUR 250. Ein vernünftiges Modell für anspruchsvolle und/oder schwere Piloten zum Beispiel von Haeroboards aus Schwäbisch Hall mit großen 9" Reifen kosten rund EUR 650. Die Premium Boards werden in aufwendiger Sandwich Bauweise wie Snowboards hergestellt und sich auch für Sprünge geeignet. Die Vorspannung und der Flex des Deck dient zudem als Federung bei ruppigem Untergrund. Durch die erhöhte Standposition (15 cm Bodenfreiheit) gibt es im Vergleich zum Ski kaum Problem mit Bodenberührung des Wings. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß ein 5 qm Winge genau so effizient ist wie ein 6 qm Wing. Ein 5 qm Wing fühlt sich vom Handling her deutlich besser an. Aufgrund der geringeren Spannweite kann man das kleinerer Wing zudem aufrechter halten wodurch es mehr Leistung bringt und dadurch die kleinere Fläche weitestgehend ausgeglichen wird. Wenn eine kräftige Windböe kommt hat man zudem mit dem kleineren Wing mehr Reserven. Für die maximale Boardkontrolle, vor allem bei schneller Fahrt und Sprüngen, kommen Fußschlaufen auf dem Mountainboard zum Einsatz. Das Fahrgefühl ist Spitzenklasse, locker und wenig rollt das Board über den Forstweg. Das WingMountainboard ist die perfekte Trainingsmaschine an Land um das Switch surfen fürs Wingfoilen zu perfektionieren. Wieviel Wind ist nötig? Bei 10 kn Wind rollt es schon auf Asphalt. Ab ca. 15 kn Wind gehts dann auch auf dem Forstweg rassant vorwärts. Die 7cm breiten 9" Reifen haben einen super Grip und auch bei 5 cm Schneehöhe pflügt das Mountainboard noch mühelos durch. Ein Helm und ggf. Protektoren sind durchaus empfehlenswert. 

 

Mein Resümee: Das Mountainboard kann ganzjährig eingesetzt werden und das Fahrgefühl ist nahe dran am Wingfoilen. Wer nicht am Wasser wohnt hat mit dem Mountainboard auch im Sommer seinen "surf" Fahrspaß. Auch im Surfurlaub ist diese Kombi eine Alternative für kritische Tage. Wenn die Bedingungen am Meer bei stark ablandigem Wind fürs Wingfoilen nicht geeignet sind ikann man am Strand übe den Sand surfen. Im Winter kann man es aufgrund des sehr geringen Rollwiderstand im Vergleich zum WingSkiing auch bei leichterem Wind einsetzen und man benötigt keinen Schnee. Nachteil: relativ hohe Investitionskosten für ein ordentliches Mountainboard.

 

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