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SUPSTATION

SUPsurfing

Im November 2017 in Portugal

 

 

Die Tage werden kürzer, jetzt ist wieder die graue Schmuddelwetterzeit in Deutschland. Zuhause ist es zum SUPen nun eigentlich zu kalt und auch im Trocki ist es bei dem feuchtkalten Wetter ziemlich ungemütlich. Macht nichts ich bin bestens gelaunt, denn zusammen mit Freunden geht es im November mal wieder nach Peniche/Portugal. Nur knapp 2 Flugstunden von Deutschland entfernt befindet sich das Paradies für Wellensüchtige. 

 

Im Sommer ist an den Stränden von Baleal und im Lineup bei Lagide die Hölle los. Das macht keine Spaß. Aber jetzt ist es dort ruhig, die meisten Surfschulen haben geschlossen und die wenigen Touristen die um diese Jahreszeit ins Land kommen sind Städtereisende, oder eben Wellensüchtige.

 

Ich habe wieder mein eigenes Material dabei, denn gute SUP Hardboards für die Welle gibt es selten bis nie zu leihen. Der Aufwand das sperrige Ding im Flieger mit zu schleppen ist schon heftig, aber was macht man nicht alles für den maximalen Fun Faktor. Ich SUPsurfe schon seit ein paar Jahren und es klappt auch schon ziemlich gut, aber dieses mal bin ich etwas mehr als sonst angespannt. Ich habe mir im Herbst ein SUPer Schnäppchen geschossen, ein radikales SUP Waveboard von Jimmy Lewis. Der Hacken an der Sache ist nur das ich nicht genau weiss ob ich schon gut genug für das kurze, nur 28.5" breite und niedervolumige Profiboard bin. Ich wiege meistens so um die 88 Kg, mit der schweren Badehose und dem 4mm Neoprenanzug sind es dann noch ein paar Gramm mehr und das Board hat nur 105 L Volumen. Das heisst abzüglich meinem Körpergewicht und dem Eigengewicht des Board bleibt gerademal ein Restvolumen von ca. 6 bis 7 Liter übrig, nicht wirklich viel. Auf der Welle mache ich mir wenig sorgen, aber da muss man erstmal hin kommen. Mal schauen ob ich damit stehend durch die Wellen hinaus ins Lineup paddeln kann? Schon sehr bald werde ich es herausfinden...

Die Anreise läuft perfekt, morgens um halb Acht ist auf der A8 auf dem Weg zum Stuttgarter Flughafen nichts los. Am Flughafen herrscht um diese Jahreszeit/ Uhrzeit gähnende Leere und die Eurowings Maschine nach Lissabon startet pünktlich. Am Schalter des Mietwagenverleihers geht es ebenfalls ruck zuck. Noch schnell den luftaufgeblasenen Dachträger auf den Mietwagen geschnallt und nach knapp über 1h Autofahrt sind wir am frühen Nachmittag am Meer. Anstelle zum Appartement geht es direkt an den Strand, Wellen scouten. Sehr schön, 1.5m hohe Wellensets laufen ruhig und gleichmässig in die Bucht rein. Da gibt es kein Zögern, auf gehts, Board auspacken, Finnen und Leash montieren, Neo an und raus gehts aufs Wasser. Die Wassertemperatur ist frisch, ca. 16 grad, aber immer noch warm genung zum Barfuß surfen kann. Mir persönlich ist dies sehr wichtig, denn Barfuß hat man deutlich mehr Gefühl fürs Board. Board, ach ja da war doch was mit geringem Restvolumen. Ich mache am Strand noch ein paar Dehnübungen und lockere meinen von der Anreise steifen Körper und dann gehts auch schon los. Nach 2 Paddelschlägen im knien stehe ich auf, das Board drückt sich dadurch noch tiefer ins Wasser und meine Knöchel werden vom Atlantikwasser umspühlt. Das Board schwimmt, gerade noch so, aber es wackelt in alle Richtungen wie ein Kuhschwanz und ich habe ziemliche mühe mich drauf zu halten. Aber von run zu run wird es besser und ich werde lockerer. Auf der Welle belohnt mich das niedervolumige Board mit seinen dünnen Kanten dafür mit radikalen Turns. Erleichtert, mit einem dicken Grinsen im Gesicht geniesen ich den Tag auf dem Meer. Wellen zu surfen macht mir einfach riesig viel Spaß, das Gefühl der Beschleunigung auf dem Wasser ist unbeschreiblich schön. Die nachstehenden Bilder die mit der gorpo von der Brettspitze aus fotografiert wurden geben euch ein bisschen einen Eindruck davon wie sich das anfühlt ...

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Kommentare

  • Thomas (Mittwoch, 17. Januar 2018 14:37)

    Das sieht super aus, muss ich unbedingt auch mal ausprobieren.

  • Marc Hallhuber (Mittwoch, 17. Januar 2018 14:53)

    Hallo Thomas, dann buche am Besten ein SUP Camp bei der dt. SUP Wave Meisterin Paulina Herpel facebook.com/Paulina.Herpel/ dann lernst du es gleich von Anfang an richtig. Aloha, Marc

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