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SUPSTATION

Einsteiger Special

Tipps & Kaufberatung für SUP Einsteiger

 

 

Boards: Inflatable oder Hardboards?

Es gibt zwei Arten von SUP Boards: fest Boards, sogenannte Hardboards und inflatables (iSUPs), die sich mit Luft befüllt werden. Über 90% der in Deutschland verkauften Boards sind inflatables. Der Vorteil dieser Boards gegenüber den Hardboards liegt im einfachen und kostengünstigen Transport im Auto und auch bei Flugreisen, der platzspartenden Lagerung und der Robustheit. Für Hobby-Sportler, Gelegenheitspaddler sowie ambitionierte Paddler im Fließwasser und Wildwasser sind die iSUPs die Nr. 1. Aber im Hochleistungsbereich wie Race, Marathon und in der Welle sind die Hardboards hinsichtlich der Performance den iSUPs ganz klar überlegen. 

 

 

 

Boards: die richtige Länge/Breite?

Zuerst mal ein paar Grundsätzliche Infos: Da der Sport in den USA erfunden wurde werden die Boardsmaße meistens in Fuss und Inch angegeben. 1 Fuss = 30,48 cm und 1 Inch = 2,54 cm. Länge läuft: je länger ein Board desto schneller. Breite Boards haben eine höhere Kippstabilität, dafür sind schmale Boards schneller. Kurze Boards sind wendiger und lange Boards haben einen besseren Geradeauslauf. Neben dem Einsatzbereich ist auch das Gewicht der Person ein wichtiger Faktor bei der Ermittlung des richtigen Boards. 

 

Unsere Empfehlung Länge / breite Allroundboards:

Für Kinder und Jugendliche bis 60 Kg -> Länge 9.0 bis 10.0, Breite: 27 - 31

Für Jugendliche und leichte PaddlerInnen bis 75 Kg -> Länge 10.0 bis 11.5, Breite: 30 - 32

Für Paddlerinnen bis max. 90 Kg -> Länge 10.6 bis 12.6, Breite: 30 - 34

Für PaddlerInnen 80 - 95 Kg -> Länge: 11.5 bis 12.6, Breite: 32 - 34

Für PaddlerInnen 95 - 120 Kg -> Länge: 12.6, Breite 32 - 36

 

 

 

Boards: welche Dicke?

4" (100 mm), 4.72" (120 mm) und 6" (150 mm) sind die gängigen Dicken von iSUP Boards. Mehr Dicke bedeutet mehr Steifigkeit und mehr Volumen. Man steht jedoch auch höher über dem Wasser was sich durch ein indirekteres Fahrgefühl und etwas geringere Kippstabilität bemerktbar macht. 4" ist abgesehen von WelleniSUPs mit speziellen Versteifungen nichts für Erwachsene über 70 Kg. Für Schwergewichte über 95 Kg muss es definitiv ein 6" dickes Board sein. Für alle anderen kommen 4.72" und 6" in Frage. Damit ein nur 4.72" dickes Board für PaddlerInnen über 80 kg eine gute Steifigkeit bietet ist eine hochwertige mehrlagige Bauweise wie das MSL Fusion Verfahren notwendig.

 

Unsere Empfehlung bzgl. Dicke:

Fun- und Allroundboards bis max. 90/95 Kg -> 4.72"

Touringboards für leichte PaddlerInnen bis max. 80/85 Kg -> 4.72"

Touringboards für PaddlerInen > 80/85 Kg -> 6"

Raceboards -> 6" 

PaddlerInnen > 95 Kg -> 6"

 

 

 

Boards: für welchen Einsatzbereich?

Allroundboards sind für Spaß am Baggersee, kleine Touren (bis max. 20km) auf Seen und eher kurvenreichen Kleinflüssen, sowie kleine Wellen im Meer in Strandnähe geeignet. Sie sind wendig, Kippstabil und haben ein großes Einsatzgebiet. Sind dafür jedoch nicht ganz so schnell.

 

Touringboards hingegen fühlen sich auf größeren Gewässern (See und Fluss) und längeren Strecken, auch Mehrtagestouren mit Gepäck, wohl. Sie haben im Vergleich zu Allroundboards eine höhere Geschwindigkeit und einen besseren Geradeauslauf. Sind dafür nicht so wendig und haben eine geringere KIppstabilität.

 

Darüber hinaus gibt es Spezialboards für besondere Einsatzgebiete wie z.B. Wildwasser und Race etc.

 

Unser Board Empfehlung "Allround":

Red Paddle 9.8 ride -> Spaßboard für Kids, Allrounder für die Mama und sehr sportliches Funboard ifür den Papa ;-) (max. 90 Kg Körpergewicht)

Red Paddle 10.6 ride -> der perfekte Allounder für PaddlerInnen zw. 60 und 95 Kg, der VW Golf unter den iSUP !!

Red Paddle 10.8 ride -> der große Bruder des 10.6er für schwerere PaddlerInen bis max. 110 Kg.

Red Paddle 12.6 Explorer -> der ideale Allrounder für schwere PaddlerInenn ab 90 Kg bis 130 Kg.

 

Unsere Board Empfehlung "Touring":

Red Paddle 11.0 Sport -> für Frauen und leichte PaddlerInnen bis max. 80/85 Kg.

Red Paddle 11.3 Sport -> Kippstabiliere Version des 11.0 für PaddlerInnen bis ca. 90/95 Kg.

Red Paddle 12.6 Sport -> Touren Allrounder für PaddlerInnen 70 bis 100 Kg.
Red Paddle 13.2 Voyager+ -> für sportlich ambitionierte TouringpaddlerInnen 70 bis 130 Kg.

 

 

 

 

Paddel: worin liegt der Unterschied?

Alupaddel sind ein NO GO. Für sportliche PaddlerInnen kommen nur Paddel mit Glasfaser oder Carbonschaft in Frage. Je nach Einsatzzweck und Budget sind die Paddelblätter aus Kunststoff, Glasfaser oder Carbon. Das Paddel ist so zu sagen euer Motor, es überträgt die Kraft aufs Wasser. Ein schweres Alupaddel mit weichen Kunststoffblättern st nicht nur hinsichtlich des Gewicht unangenehm, es hat auch einen schlechten Wirkungsgrad. Viel Energie geht verloren und kommt nicht in Form von Vortrieb im Wasser an. Wie so oft gibt es auf der anderen Seite nach oben fast keine Grenzen. Aber zwischen EUR 20,- vom Baumarkt und EUR 500,- fürs 400gr. leichte Vollcarbonpaddel gibt es ein breites Spektrum an bezahlbaren Paddel. 

 

 

 

Paddel: Einteilig, Vario oder 3teilig?

Es gibt 3 Ausführungen von SUP Paddel. Einteilige Paddel bieten die beste Performance und haben das geringste Gewicht, bieten jedoch keine Möglichkeit auf andere PaddlerInnen oder Boards und Gewässer angepasst zu werden. Zudem gestaltet sich der Transport der meist 1.80 bis 2.0 m langen Paddel durchaus problematisch. Das Packmaß von Vario-Paddel sind nicht viel kürzer (ca. 170 cm), diese lassen sich jedoch auf unterschiedliche Personen und Bedingungen in der Länge anpassen (mit einem Handgriff sogar während des Paddelns auf dem Wasser) und bieten somit einen guten Kompromiss zwischen Performance und Variabiliät. Am verbreitetsten sind 3teilige Paddel. Für den Hobby und Freizeitsportler sind sie die erste Wahl. Das Gewicht ist durch die zwei Klemmmechaniken etwas höher aber dafür ist das Packmaß sensationell. Die 3pc Paddel passen zum iSUP ins Boardbag und auch im kleinsten PKW Kofferraum finden sie platz.

 

Unsere Paddle Paddel Empfehlung (3teilig):

Einsteiger / Gelegenheitspaddler -> Red Paddle Glas/Nylon, ca. 970 gr., Listenpreis EUR 139,90
HobbypaddlerInnen und FließwasserpaddlerInnen -> Red Paddle Carbon/Nylon, ca. 890gr., Listenpreis EUR 199,90

Ambitionierter Aufsteiger, Schwerpunkt Allround -> Red Paddle Glas/Glas, 930 gr., Listenpreis: EUR 219,90

Ambitionierter Aufsteiger, Schwerpunkt Touringpaddler -> Red Paddle Carbon/Carbon, ca. 780 gr., Listenpreis EUR 279,90

 

 

 

Leash: Brauche ich das überhaupt und wenn ja was für eine?

Ein generelles Ja oder Nein kann man so nicht sagen. Es kommt auf die Situation und das Gewässer drauf an. Eine Leash kann hilfreich sein, die "falsche Leash" kann jedoch auch genau das Gegenteil bewirken und einen in ernsthafte Probleme bringen. Zwei Beispiele: Auf einem großen Gewässer wie dem Ammersee sollte man generell eine coil Leash waist oder calf einsetzen, denn von der Seemitte zum Ufer ist es ziemlich weit und das Wasser ist auch im Sommer eher kalt. Wenn man vom Board fällt und der Wind mit 3Bft blässt erreicht man schwimmend ohne Leash sein Board evtl. nicht mehr und man ist ohne Leash in Seenot. Dagegen kann auf stark verblockten Flüssen mit Strömung wo sich viele Hindernisse wie größere Steine und Bäume im Wasserlauf befinden eine Leash gefährlich sein. Wenn die Leah sich z.B. an einem Ast verhängt wird es kritisch, denn die Kraft des Wassers ist särker als du. Übrigens, auch Bojen auf Schiffahrtsstraßen wie auf Rhein, Main und Neckar stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für das Paddeln mit einer Leash dar.

 

Für unterschiedliche Einsatzgebiete gibt es unterschiedliche Leashes:

 

coil Leash waist

spriralkabel Leine die mit einem Spezialgurt an der Hüfte befestigt wird. Dieser Gut besitzt einen Panikverschluß / Schnellöffung im Notfall. Einsatzgebiet: Fließgewässer, Wildwasser sowie Race und/oder Touren auf grossen Seen bei extremen Bedingungen.

 

coil Leash calf

spiralkabel Leine die am Bein, meistens an der Wade unterhalb des Knie, befestigt wird.

Einsatzgebiet: Touring und Race auf grossen Gewässern (Seen, Meer).

 

streight Leash

gerade Leine die am Sprunggelenk des hiunteren Bein befestigt wird, Einsatzgebiet: Brandung, Wellenreiten.

 

 

 

Schwimmweste: muss oder kann?

Der allgemeine Begriff "Schwimmweste" ist nicht ganz korrekt. Unter einer Schwimmweste versteht man eine ohmachtssichere Rettungsweste wie man Sie aus der Sicherheitseinweisung im Flugzeug kennt. Beim Wassersport kommen hingegen Schwimmhilfen, engl. PFD (steht für Personal Floating Device) zum Einsatz.  Auf manchen Gewässern wie z.B. in der Schweiz (Kurzversion: seit ihr > 300m vom Ufer entfernt) und Italien sind Schwimmhilfen pflicht. In Deutschland besteht keine Schwimmwestenpflicht. Wer kein guter und ausdauernder Schwimmer ist sollte sich eine Schwimmweste anlegen. Alternativ dazu gibt es von Restube, Palm und Secumar Auftriebshilfen die wenn Sie nicht benötigt werden klein zusammengefaltet am Körper getragen werden und nur bei Bedarf mit Pressluft befüllt werden. 

 

 

 

SUP Bekleidung: Badebekleidung und was noch?

Im Sommer am Baggersee reicht Badebekleidung völlig aus, für kälte- und/oder Sonnenempfindliche PaddlerInnen empfiehlt sich ein Lycra T-Shirt mit UVSchutz und ggf. eine 0.5 bis 1mm dünnen Neoprenshorts. Auf Flusstouren sollte man generell Schuhe dabei haben, je nach Temperatur Riversandalen oder spezielle Wassersportschuhe mit dünnem Neopren. Wer die Saision über die Sommermonate hinaus verlängern möchte benötigt etwas mehr Bekleidung um den Wohlfühlfaktor sicher zu stellen. Je nach Wasser/Lufttemperatur sollte es dann ein Shorty (kurzer Neoprenanzug) oder Long Lohn (ärmelloser Neoprenanzug mit längen Beinen) mit ca. 1-3 mm Neopren sein. Man sollte vorallem darauf achten das es sich um ein sehr elastisches Neopren handelt. Die günstigen Neo-Modelle sind eher steif und unflexibel. Für den ambitionieten Ganzjahrespaddler gibts es zudem Trockenanzüge, Neoprenschuhe mit 7mm dicke und Neoprenhauben und Handschuhe die auch bei minus Temperaturen das Paddeln ermöglichen.

 

 

 

Welche sonstige Ausrüstung ist sinnvoll?

Wasserdichte Handyhülle transparent (ist bei allen neuen Red Paddle Co Boards serienmässig mit dabei)

Wasserdichter Packsack oder Rucksack mit ca. 20 - 30 L Volumen, für Autoschlüssel, Geld, Wechselkleidung, Proviant ...

 

 

 

Wie viel Geld muss ich für eine vernünftige SUP Ausrüstung investieren?

Mittlerweile gibts es iSUP Boards wie Sand am Meer und jedes Jahr kommen neue Marken dazu. Die Preisunterschiede sind enorm. Von EUR 300 beim Discounter bis zu EUR 1.800 fürs aufblasbare Hochleistungswettkampfboard. Nahezu alle iSUP Boards werden in Asien in Drop-Stich Technologie gefertigt, aber dennoch gibt es hinsichtlich der Bauweise und den daraus resultierenden Eigenschaften wie Shape, Rockerlinie, Steifigkeit, Fahreigenschaften, Robustheit, Lichtechtheit, max. Luftdruck große spürbare Unterschiede zwischen den Marken. Ums kurz zu machen: günstige Modelle und no name Marken sind meist nur in single Layer Bauweise gefertigt und generell von minderwertiger Qualität. Diese Boards haben große produktionsbedingte Schwankungen und die Zusatzaustattung (Pumpe, Finne, Griffe, Boardbag) sind veraltet und von minderwertiger Qualität. Diese Dinger sind schlichtweg nur Badeboote fürn Baggersee - nicht mehr und nicht weniger. Wer wie wir das Stand Up Paddling als Sportart intensiv ausüben möchte muss für ein neues Board inkl. Paddel mindestens EUR 1.000 investieren. Kosten sparen kann man z.B. durch Kauf eines Auslaufmodell oder eines jungen Gebrauchten. Auf keinen Fall sollte man an der Qualität des Paddel sparen, ein Sportwagen mit 60 PS Moto macht ja auch keine Spaß, oder ;-) In diesem Sinn viel Spaß aufm Wasser, Aloha.

 

 

 

Hinweis: wir haben diese Informationen mit bestem Wissen und Gewissen aufgrund unserer langjährigen Erfahrung zusammen gestellt und hoffen euch hiermit bei eurer persönlichen Entscheidungsfindung unterstützen zu können. Der Inhalt unserer Aufstellung gibt unsere persönliche Vorlieben und unsere Meinung wieder. Es besteht keine Haftungsanspruch.

 

 

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